Argumente für ein NEIN zu Olympia

Pressemitteilung vom 08.09.2015

NOlympia-Aktivist_innen ziehen positive Zwischenbilanz – Große Unterstützung für Unterschriftenkampagne „Argumente für ein NEIN zu Olympia“

Zur Halbzeit der Unterschriftensammlung haben am Montag bereits über 4.000 Hamburgerinnen und Hamburger für die Stellungnahme „Argumente für ein NEIN zu Olympia“ unterschrieben.

Die Initiatoren der Kampagne sind zuversichtlich, dass sie die erforderlichen 10.000 Unterschriften von Unterstützer_innen erreichen. Dann werden die Argumente gegen Olympia auch im offiziellen Informationsheft zum Referendum abgedruckt.

Vincent Orth, Vorstand im AStA der Uni Hamburg: „Viele Menschen haben sich mit Unterschriftenlisten und Broschüren eingedeckt und sammeln selber Unterschriften im Freundeskreis, unter Mitstudierenden, auf der Arbeit und in Vereinen. Wir erwarten daher, dass es am Montag und Dienstag kommender Woche noch einen großen Rücklauf an weiteren Unterschriften geben wird.“

In zahlreichen Gesprächen an Infoständen, auf Stadtteilfesten und Konzerten wurden bereits viele Menschen erreicht, vom Tanzschullehrer über die Bibliothekarin bis zum Autonomen und LKA-Mitarbeiter.

Florian Muhl (Mitglied im Landesvorstand der LINKEN Hamburg): „Es gab eine große positive Resonanz auf die Forderung nach einer sozialen, weltoffenen und zivilen Stadtentwicklung und damit etwas Besserem als Olympia. Viele Menschen durchschauen die laufende Werbekampagne für Olympia. Sie wissen, dass Olympia den Interessen des IOC und großer Konzerne nützen würde und nicht der Mehrheit der Menschen in dieser Stadt.“

Gesammelt wird mittlerweile z.B. in Kneipen und Tanzschulen, in Museen, Obdachlosen- und Drogenhilfeeinrichtungen, Jugendzentren, Schulen und in Fußballvereinen. Auch eine Reihe von Mitarbeiter_innen von Hamburger Behörden, die sich über ihre Vereinnahmung für Olympia durch die Zwangswerbung in den Signaturen ihrer Mails ärgerten, kündigten die Unterstützung der Unterschriftenkampagne an.

Sedat Kaya (DIDF Hamburg): „Die Menschen unterstützen die Kampagne „Argumente für ein NEIN zu Olympia“, weil sie nicht möchten, dass Milliardenbeträge für ein dreiwöchiges Fest ausgegeben werden, während dringend sozialer Wohnraum benötigt wird, insbesondere für Flüchtlinge, Obdachlose und alle anderen, die ein Anrecht darauf haben.“

Wir werden am kommenden Wochenende auf diversen Stadtteilfesten von Wohlwillstraße bis Billstedt weiter Unterschriften sammeln und rechnen mit vielen Unterstützer_innen.

Emma Hansen (Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg): „Ich bin zuversichtlich, dass unsere guten Argumente bald allen Wahlberechtigten offiziell zugeschickt werden. Sie werden dazu beitragen, dass mit einem deutlichen NEIN beim Olympia-Referendum diese Ablenkung von den wirklichen Problemen und Herausforderungen in dieser Stadt schnell vom Tisch kommt.“

Unterschriftenlisten zum Ausdrucken, die gesamte Stellungnahme und weitere Informationen gibt es unter www.NEINzuOlympia.de. Ausgefüllte Unterschriftenlisten werden im AStA der Uni Hamburg, Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg, gesammelt.